Dr. Bernd Valeske
bernd.valeske@izfp.fraunhofer.de
Prüfung von Elastomer-Dickschicht-klebungen an Einscheibungen der Fahrzeugkarosserie
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Das Fraunhofer IZFP stellt an seinem nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditierten Dienstleistungszentrum innovative, automatisierte Prüfsysteme aller am Institut entwickelten Verfahrensvarianten zur Verfügung (Ultraschall, Wirbelstrom, Elektromagnetik, Thermographie, NMR-Aufsatztechnik etc.). Mit dem nach EN 473 zertifizierten Prüfpersonal (Ingenieure, Techniker) führen wir Auftrags und Sonderprüfungen für die Kunden aus allen Geschäftsfeldbereichen (vor allem der produzierenden und weiterverarbeitenden Industrie) zu den Themen zerstörungsfreie Fehlerprüfung und Werkstoffcharakterisierung insbesondere an Bauteilkomponenten und an allen Arten von Fügeverbindungen durch. Die Prüfaufträge können am Fraunhofer IZFP oder mobil beim Kunden vor Ort geleistet werden.
Das Prüfdienstleistungsspektrum erstreckt sich für Komponenten und Anlagen auf alle Werkstoffklassen, z. B Stähle, NE-Metalle, Polymere und Faserverbundkunststoffe. Vor allem in der letztgenannten Gruppe ist seit geraumer Zeit ein wachsender Bedarf vor allem in der Automobil- und Zulieferindustrie zu verzeichnen. Dabei wird die »klassische« Fehlerprüfung zur Erkennung von Ungänzen, Rissen, Poren, Lunkern, Ausscheidungen und Verunreinigungen ebenso angefragt wie die inzwischen als Prüfdienstleistung etablierten Bereiche der zerstörungsfreien Werkstoffcharakterisierung, also Härte, Härtetiefe, Textur- und Gefügecharakterisierung, häufig in Kombination mit der zerstörungsfreien Eigenspannungsbestimmung. Da sie die Hauptschwachpunkte eines Bauteils darstellen, wird in vielen Fällen die Prüfung von Werkstoffverbindungen (Fügeverbindungen) gefordert, als da sind Schweißverbindungen, Lötverbindungen, Nietverbindungen und in letzter Zeit vermehrt Klebverbindungen und Hybridfügeverbindungen. Häufig entstehen aus ersten Machbarkeitsuntersuchungen im Rahmen von Industrieprojekten maßgeschneiderte Gerätekonzepte, die den industriellen Anwendern in Form von Prototypen-Prüfsystemen zur Verfügung gestellt und ggf. mit Service- und Industriepartnern (in Lizenz) weiter vermarktet werden. Diese für den Kundenbedarf maßgeschneiderten Prüfverfahren werden am Dienstleistungszentrum für den industriellen Einsatz validiert; bei Bedarf wird ein Prüfmittelfähigkeitsnachweis durchgeführt. Neben der Unterstützung des Kunden durch unser fachkundiges Personal bietet das Dienstleistungszentrum zudem den Interessenten die Möglichkeit, durch Mietverträge oder mittels Leasingverträgen unsere Prüfsysteme temporär im Unternehmen zu nutzen. Die technologische Qualifizierung des Prüfpersonals erfolgt im wesentlichen auf zwei Arten. Zum einen können Kunden gemeinsam mit den Applikationsingenieuren des Fraunhofer IZFP an der Bearbeitung ihrer Prüfanfragen mitwirken und in der Zusammenarbeit Erfahrung mit den IZFP-Prüfsystemen sammeln (und so auch geschult werden). Zum anderen werden anwendungsspezifische, mehrtägige Benutzerschulungen angeboten, die dort wo kein zfP-Fachpersonal beim Kunden vorhanden ist auch die Grundlagen auf Stufe 1 und Stufe 2-Niveau für die konkrete Prüfaufgabe vermitteln. Daneben bieten wir den Kunden Beratungsdienstleistungen an, z.B. im Rahmen von Ersatzbeschaffungen für die bei den Kunden genutzten Prüfsysteme. Speziell die KMU fordern zudem häufig Informationen zu Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften sowie Hilfestellungen bei der Kofinanzierung durch Förderprogramme (Industrie , öffentlich). Ein ergänzendes Angebot des DLZ besteht darin, die mit dem Prüfproblem verknüpfte ganzheitliche Betrachtung der Aufgabenstellung des Kunden zu analysieren und durch Einbeziehung weiterer Partner (FhG oder Industrie im Unterauftrag) eine Lösung aus einer Hand anzubieten (ergänzende Fragestellungen zur Werkstoffentwicklung, -simulation, Fügetechnik, Automatisierungstechnik, Schadensanalytik). Der Kunde profitiert von einer umfassenden und vor allem interdisziplinären Methoden-, Werkstoff- und Fertigungs-Kompetenz der Ingenieure und Wissenschaftler am DLZ (Schweißfachingenieure, Klebfachingenieure, Maschinenbau-Ingenieure, Werkstoff-Ingenieure). |