Dr. Michael Maisl
Prof. Dr. Jürgen Schreiber
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Das Fraunhofer-Entwicklungszentrum für Röntgentechnik (EZRT) arbeitet seit sieben Jahren als gemeinsame Abteilung der beiden Fraunhofer-Institute IZFP, Saarbrücken und IIS, Erlangen. Mittlerweile forschen und entwickeln in den Abteilungen in Fürth und Saarbrücken 33 Mitarbeiter auf dem Gebiet der industriellen Röntgentechnik. Das Fraunhofer EZRT arbeitete zunächst an drei Standorten in Saarbrücken, Erlangen und Fürth, ehe im Mai 2004 der neue Standort Dresden hinzu kam. Die Röntgenwissenschaftler des Institutsteils Dresden des Fraunhofer IZFP werden zukünftig unter der kooperativen Leitung der beiden Einrichtungen in der gemeinsamen Abteilung EZRT zusammenarbeiten. Damit können die bereits bestehenden Kompetenzen Röntgenbildverarbeitung, Computertomographie, Röntgensystementwicklung und -sensorik um die Fachgebiete »Diffraktometrie« und »direkt konvertierende Röntgensensoren« erweitert und abgerundet werden. In einem ersten gemeinsamen Workshop wurden bereits im Juni 2004 in Kooperation mit dem DGZFP Arbeitskreis Dresden die gemeinsamen Kompetenzen im Bereich innovativer Röntgentechnologien der regionalen Industrie vorgestellt. Am Standort Dresden des Fraunhofer EZRT werden zukünftig in enger Zusammenarbeit mit Sensorspezialisten neue, höchstauflösende Halbleiter-Röntgendetektoren entwickelt werden. An den beiden Institutsstandorten Saarbrücken (IZFP) und Fürth (IIS) werden im wesentlichen For-schungsarbeiten durchgeführt. Mit dem Dienstleistungszentrum des IZFP Saarbrücken und dem Röntgenkompetenzzentrum in Fürth wurden regionale Kompetenzzentren realisiert. Diese beiden Zentren bieten die industriell umgesetzten Entwicklungsergebnisse des Fraunhofer EZRT zusammen mit Industriepartnern sowohl zur Demonstration aber auch zur schnellen Nutzung für Service und Applikationen an. Mit dieser Vorgehensweise wird die Röntgentechnik auch für klein- und mittelständische Unternehmen attraktiv gemacht. Firmen, für die sich eine Beschaffung der Technologie aus wirtschaftlichen Gründen nicht rentiert, können schnell und flexibel auf die unterschiedlichsten und neuesten Radioskopiemethoden für die Untersuchung ihrer eigenen Produkte zugreifen und sich so auch umfangreich und gezielt über den aktuellen Stand der Technik informieren. Eine Reihe neuer Anwendungen für die Röntgentechnik (z. B. Volumen-Computertomographie in der Paläontologie und Archäologie) konnten auf diese Weise bereits erschlossen werden. |