Kernkompetenzen Technik

Dipl.-Ing. Siegfried Kraus

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siegfried.kraus@izfp.fraunhofer.de

 

Die Fraunhofer-Gesellschaft verfolgt als größte deutsche Einrichtung für die angewandte Forschung das Ziel, als anerkannter Partner unserer Industrie zur Standortattraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, insbesondere der KMU, in einem global organisierten Markt beizutragen.

Das Fraunhofer IZFP sieht eine seiner Hauptaufgaben darin, diese Zielsetzungen durch Innovationen am Markt zu erreichen. Innovation ist die marktwirtschaftlich erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen in Produkte und Technologien. Am Fraunhofer IZFP arbeiten die Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker an der Gestaltung innovativer Produkte und Technologien für den sicheren Werkstoffeinsatz, für die Sicherheit und Beherrschung technischer Prozesse sowie in jüngster Zeit verstärkt zur Sicherung des menschlichen Umfeldes.

Die technischen Kompetenzabteilungen des Fraunhofer IZFP greifen in diesem Innovationsprozess das erfinderische Schaffen (Invention und Erkenntnisgenerierung durch anwendungsorientierte Grundlagenforschung) der wissenschaftlichen Kernkompetenzen auf und setzen diese in Produkte und Prüftechnologien um. Die Realisierung innovativer Prüfsysteme erfordert eine enge Verzahnung der technischen Kompetenzen zum Aufbau der häufig maßgeschneiderten Prüfhardware, der Bedien-, Steuer- und Auswerte-Software sowie der mechanischen und mechatronischen Kompetenzen, insbesondere im Rahmen der automatisierten, teilweise maschinen- und prozessintegrierten zerstörungsfreien Prüfung (Scan- und Manipulationssysteme). Diese Aufgaben werden in den technischen Kompetenzbereichen

  • Systementwicklung und Prototypenbau
  • Softwarezentrum
  • Mechanische Systeme
organisiert.

In innovativen Prüfsystemen verschmelzen die Komponenten Elektronik und Sensorik zunehmend miteinander. Prüfgeräte werden als Hybridsysteme aufgebaut. Um Innovationen für hybride Sensorentwicklungen und deren qualitätsgesicherte Fertigung voranzutreiben, wird die entsprechende technologische Kompetenz am Fraunhofer IZFP in Dresden weiter ausgebaut, die unmittelbar an den Kompetenzbereich »Systementwicklung und Prototypenbau« andockt. Als ein weiterer technischer Kompetenzschwerpunkt wurde 2004 das

  • Dienstleistungszentrum
als akkreditiertes Prüflabor und Kundenzentrum ausgebaut.

Die Produkt- und Technologie-Innovationen am Fraunhofer IZFP sind getrieben durch den Marktbedarf, der von den Geschäftsfeldern ermittelt und an die Kompetenzabteilungen herangetragen wird. Durch global aufgestellte Industrieallianzen versucht das Fraunhofer IZFP seine Produkte und Technologien auf breiter Basis erfolgreich in Kooperation der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Hierfür haben sich Industrie-Partnerschaften in einem mehrstufigen Modell der Marktvernetzung bewährt:

1. Stufe: Produktkooperation:
Entwicklung gemeinsamer Produkte

2. Stufe: Marktkooperation:
Erschließung von Märkten

3. Stufe: Technologiekooperation:
Gemeinsame Entwicklung/Austausch von Technologien

4. Stufe: Fimengründung / Spin-Off:
Transfer in die Wirtschaft

Die gemeinsame Forschung und Entwicklung für innovative Prüftechnik und -produkte erfordert insbesondere im Zusammenwirken mit den Klein- und Mittelständischen Unternehmen ein Aufeinanderzugehen der beteiligten Partner und ein Verständnis für den Handlungsrahmen und die marktwirtschaftlichen Bedürfnisse des anderen. Um sehr gezielt auf die Anforderungen reagieren zu können, die von klein- und mittelständischen Unternehmen an Forschungs- und Innovationspartnern wie das Fraunhofer IZFP herangetragen werden, wurde auf Betreiben des Arbeitskreises Wirtschaft (AkW) im Jahr 2004 die Gründung eines Innovationsmanagementzentrums im Saarland beschlossen, welches in 2005 am Fraunhofer IZFP angesiedelt werden wird.<> Mit diesen anwendungs- und marktorientierten technischen Kompetenzen präsentiert sich das Fraunhofer IZFP als qualifizierter Partner für Innovation – an der Schnittstelle von Forschung, Technik und Wirtschaft.