Arbeitsschwerpunkte

Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte ergeben sich einerseits aus dem methodischen Entwicklungspotenzial und andererseits aus Prüfzielen und Prüfaufgaben die der Markt vorgibt bzw. fordert. Die Arbeitsmittel zur Entwicklung von zerstörungsfreien Prüfverfahren erfahren dabei auf den Gebieten der Mikroelektronik, der Rechnertechnik und der Mikrosensorik sowie allgemein gesehen in der physikalischen Messtechnik Fortschritte.

Innovative Entwicklungen, aber auch Verbesserungen existierender Techniken, sind als Einzellösung wirtschaftlich nicht mehr finanzierbar, da die gerätetechnische Entwicklung bei kleinen Stückzahlen aufwändig bleibt und eine kostengünstigere Gerätefertigung die Preise im Wettbewerb verfallen lässt. Dieser Umstand macht eine Entwicklungsplattform mit modularer Systemarchitektur notwendig, um für die Entwicklungsaufwendungen eine breitere Basis zu erreichen. Hoch entwickelte, Hard- und Software umfassende Funktionsmodule können von mehreren Firmen für ihre unterschiedlichen Prüfgeräte verwendet werden. Dieser methodisch orientierte Arbeitsschwerpunkt ermöglicht den Aufbau von Gerätefamilien, die von »Low Cost«-Prüfgeräten bis hin zu großen Prüfanlagen reichen.

Die Fülle neuer Prüfaufgaben definiert einen weiteren Arbeitsschwerpunkt, der u. a.

umfasst. Komplexe Anwendungen fordern neue physikalische Prinzipien und traditionelle Methoden. Sie gewinnen neue Qualität, indem sie zu Hybridtechniken verknüpft werden.

Der dritte Arbeitsschwerpunkt basiert auf der notwendigen Industrierelevanz. Das Dienstleistungsszentrum des IZFP – ein nach DIN EN ISO/IEC 17025:2000 akkreditiertes Prüflabor – hat die Kompetenz, Entwicklungsergebnisse des Instituts für die Anwendung zu qualifizieren und zu validieren. Die Akkreditierung erstreckt sich nicht nur auf die Durchführung von Prüfungen mit genormten Verfahren. Vielmehr dürfen neue, eigenständig entwickelte Verfahren eingesetzt und bekannte Verfahren weiterentwicklelt werden, ohne dass es einer vorherigen Zustimmung des Akkreditierers bedarf. Damit gelingt die frühzeitige qualitätsgesicherte Einführung innovativer Prüftechniken und Dienstleistungen in die Prüfpraxis, lange bevor Konsensus-Standards entstehen, wobei die Rückinformation aus der Industriepartnerschaft Anstöße für weitere bedarfsorientierte Entwicklungen vermittelt.