Im Profil

Das Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP, gegründet 1972, umfasst die Institutsteile Saarbrücken und Dresden (eingerichtet 1992). Von 1990 bis Juli 2008 wurde das Fraunhofer IZFP von Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Michael Kröning geleitet, der auch Inhaber des Lehrstuhls für zerstörungsfreie Prüfung und Qualitätssicherung, Fachrichtung Werkstoffwissenschaften und Fertigungstechnik der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät III der Universität des Saarlandes ist. Mit Stichtag 1. August 2008 gingen sowohl die Leitung des Instituts als auch der Lehrstuhl der Universität auf Prof. Dr. Christian Boller über. Das Institut stellt damit seine Möglichkeiten in den Dienst von Lehre und Forschung der Universität. Das Fach »Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung« ist Teil der methodischen Ausbildung von Studenten der Werkstoffwissenschaften.


Das Fraunhofer IZFP befasst sich mitden physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung und Charakterisierung von Werkstoffen und der Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen und Anlagenkomponenten. Die Institutsergebnisse finden industrielle Anwendung, wenn Qualitätsnachweise bzw. sicherheitstechnische Nachweise gefordert werden. Die methodische Kompetenz umfasst die physikalischen Verfahrensgrundlagen, die Sensorik, den Gerätebau, Handhabungstechniken, Techniken zur Ergebnisbewertung und Dokumentation sowie die Qualifizierung und Validierung neuer Prüfanwendungen und Prüfgeräte einschließlich Gerätewartung, Schulung und Prüfdienstleistungen.

Über eine Vielzahl von Kooperationsverträgen wurde ein Netzwerk der internationalen Zusammenarbeit zur Durchdringung internationaler Märkte und zur Organisation wichtiger Ressourcen geschaffen, das dem Industriepartner zur Verfügung steht. Der Verbund der Fraunhofer-Gesellschaft ermöglicht die Nutzung modernster Werkzeuge, die der Mikroelektronik ebenso wie die Entwicklung integrierter Systeme der Qualitätsprüfung.

Die Finanzierung der notwendigen Vorlaufforschung erfolgt in der Regel über Projektträger der öffentlichen Hand, die anwendungsnahe Entwicklung, die Markteinführung und Erprobung über Aufträge der Industrie. Ergänzend erlaubt eine Grundfinanzierung die wissenschaftliche Bearbeitung von grundlegenden, strategischen Fragestellungen, die Entwicklung der Arbeitsmittel sowie die Organisation der notwendigen Industrienähe.